Aktuelle Informationen

21.05.2020

Wir freuen uns, dass wir Sie wieder begrüßen dürfen.

Bitte beachten Sie folgende Punkte, wenn Sie einen Besuch planen:

  • Auf unserem Gelände von 5 ha hatten wir bisher auch in Corona-Zeiten ausreichend Platz für alle Besucher. Deshalb verzichten wir auf Online-Kartenbuchungen. Reservierungen sind also nicht nötig und ebenfalls auch nicht möglich. Alle Eintritte werden an der Kasse gelöst. Damit wir an einem Sonn- oder Feiertag nicht doch nochmal schließen müssen, freuen wir uns, falls Sie sich problemlos für einen Besuch an einem Wochen- oder Samstag entscheiden können.
  • Am Eingang und auf dem Zoogelände ist der Abstand von 1,5 m zu wahren.
  • Es besteht keine Maskenpflicht. Selbstverständlich können Sie Masken, Handdesinfektionsmittel u.a. Schutzsachen mitführen.
  • Das gastronomische Angebot ist schmal gehalten (Kalt- und Heißgetränke, Eis, Snacks, Pommes, Chicken Nuggets, Bockwurst). Es wird nur to go ausgegeben und darf erst ab einem Abstand von 50 m zur Ausgabe verzehrt werden.
  • Einige Bereiche sind im Einbahnstraßen-Prinzip gehalten. Ein Umdrehen in diesen Bereichen ist nicht zulässig.
  • Die beiden Spielplätze sind ebenfalls im Einbahnstraßen-Prinzip geöffnet. Sie dürfen jeweils nur von max. 10  Personen zur gleichen Zeit benutzt werden.
  • Der Streichelzoo ist geschlossen, bis wir auch hier durch Schaffung einer zweiten Schleuse ein Einbahnstraßensystem gestalten können (vermutlich erst Anfang Juni). Die Ziegen und Schafe dürfen aber mit dem an der Kasse erhältlichen Futter über verschiedene Zaunbereiche hinweg gefüttert werden.
  • Öffentliche Schaufütterungen werden nicht durchgeführt.
  • Führungen o. ä. Angebote können derzeit nicht durchgeführt werden. Das wird sich im Lauf der Saison dann hoffentlich schrittweise ändern. Gutscheine, z.B. für Tierpfleger-Tage zu einem unbestimmten späteren Zeitpunkt, können erworben werden.
  • Die Eintrittspreise werden nicht gesenkt. Durch die sieben Schließungswochen in einer normal äußerst besucherstarken Jahreszeit fehlen uns beträchtliche Umsätze.
  • Alle Jahreskarten, die zwischen dem 17.03.2019 und dem 16.03.2020 ausgestellt wurden, sind auf Anfrage 2 Monate länger gültig. Alle vorgebuchten Jahreskarten können Sie ab dem 06.05.2020 an der Kasse abholen.

Wir bedanken uns herzlich für Ihren Zuspruch in den letzten Wochen, den zahlreichen Jahreskartenvorbuchungen, den Tierpaten und Spendern. Dennoch können die gesamten Umsatz-Verluste damit nicht aufgefangen werden. Wir freuen uns auch in der kommenden Zeit über jede Unterstützung in Form von Spenden und Tierpatenschaften über unseren Förderverein. Spendenbescheinigungen werden vom Verein ausgestellt.

Bleiben Sie gesund und zuversichtlich!

Ihr Zoo-Team

 

 

Durch die Schließung fehlen Einnahmen - Sie können uns unterstützen!

19.04.2020

Der Zoo in der Wingst ist seit dem 17.03.2020 für sämtlichen Publikumsverkehr geschlossen. Diese Maßnahme zur Unterdrückung der SARS-CoV-2-Ausbreitung wird vorrausscihtlich noch bis zum 03.05.2020 dauern. Die Politik wird sich aber erst Ende April bzgl. weiterer Lockerungen beraten.

Diese Phase bedeutet für den Zoo das Wegbrechen nahezu aller Einkommensquellen (Eintrittsgelder, Gastronomie, Souvenirs und Führungen). Auf der anderen Seite können nur beschränkt laufende Kosten gesenkt werden. Der Wareneinkauf fällt weg und die Mitarbeiter aus dem Besucherservice befinden sich mittlerweile alle in Kurzarbeit. Die Tierpfleger hingegen arbeiten unter kleinen Einschränkungen nahezu normal weiter. Hinzu kommen die Kosten für Energie, Futtermittel u.a. Sachmittel zum Unterhalt. Die Versorgung der Tiere ist uns wichtig, hier wollen wir uns qualitativ möglichst wenig beschränken.

Wir freuen uns sehr über Anfragen unserer Mitbürger, die uns in diesen Tagen unterstützen wollen. Wie können Sie uns helfen? Futterspenden? In der Tat erhalten wir regelmäßig gute Futterspenden, z.B. aus den Supermärkten. Darüber hinaus müssen wir für Futterspezialisten entsprechend zukaufen. Um unseren Umsatz nicht gänzlich einbrechen zu lassen, bieten wir Ihnen Jahreskarten im Vorverkauf an. Sie bezahlen diese jetzt und können dann ab dem Tag der Wiederöffnung für 365 Tage unsere Einrichtung besuchen. Wir freuen uns auf Sie.

Ebenso müssen Park und Gehege ständig Instand gehalten werden. Auch für 2020 hatten wir uns einiges an Reparaturen und Umbauten vorgenommen. Auch die mittelgroßen Massnahmen werden wohl weiter geschoben werden müssen. Mit unserem Förderverein wissen wir uns glücklich, einen allzeit zuverlässigen Unterstützer an der Seite zu haben. So können die Materialkosten für Vorhaben durch Eigenleistungen übernommen werden. Derzeit nutzen die Kollegen die Zeit des trockenen Wetters und der ausbleibenden Besucher, um schon lange geschobene Maßnahmen am Streichelzoo voranzubringen. Der Bodengrund wurde aufgefüllt und Leitungen für ein Handwaschbecken gelegt. Damit wollen wir auch der Hygiene nach dem Tiererlebnis nachkommen.

Sie können Teil der Unterstützung durch unseren Förderverein werden. Dazu können Sie eine Patenschaft übernehmen oder sogar Vereinsmitglied werden. Auch Einzelspenden wären möglich. Der Förderverein stellt Ihnen Spendenbescheinigungen aus.

Hier: Infos zum Förderverein, den Patenschaften und der Anmeldung!

Wir danken Ihnen für jegliche Unterstützung. Bleiben Sie gesund und zuversichtlich!

Ihr Zoo-Team

 

 

Neue Chinavoliere eröffnet

 11.07.2019

Nach längeren Baumaßnahmen mit Unterbrechungen ist die neue Voliere für chinesische Hochlandbewohner endlich eingerichtet und bepflanzt. Die Grundlage der Voliere mit ca. 80 m² Fläche und über 250 m³ Raum bietet die erste Bärenanlage des Zoos, in der noch bis Anfang der 1990er Jahre Jungbären gehalten wurde. Zwischenzeitlich zogen dort mal Nasenbären, mal Erdmännchen und zuletzt Fuchsmangusten ein. Die Materialkosten für den Umbau übernahm der Förderverein des Zoos. Etliche Arbeitsstunden wurden von Freiwilligen aus der Wingst und Zoomitarbeitern in die Umgestaltung und Bepflanzung gesteckt. 

Die neuen Bewohner der Chinavoliere sind in die letzten Tagen nacheinander eingezogen und haben sich bisher gut eingelebt. Die Renner - im wahrsten Sinne des Wortes - sind die Chinesischen Baumstreifenhörnchen. Die kleinen, weniger als 90 Gramm schweren gestreiften Wusler turnen überall umher, flink über die Äste, elegant an den Bambushalmen und kopfüber an der Deckenbespannung. Die Gruppe aus sechs erwachsenen Tieren hat bereits im Innengehege für Nachwuchs gesorgt. Vereinzelt erkunden auch schon die Kleinen ihre Umwelt unter freiem Himmel.

Ihre Mitbewohner stammen ebenfalls aus höher gelegenen Waldgebieten Chinas: jeweils ein Paar des Chinesischen Bambushuhns, ebenfalls schon mit Nachwuchs unterwegs, und der Orient-Turteltaube. In den nächsten Wochen soll auch noch ein Paar der stark vom Aussterben bedrohten Cabot-Tragopane einziehen. Diese fasanenähnlichen Vögel sind Teil eines Erhaltungszuchtprogramms der WPA (World Pheasant Association).

Schweinerei...

19.05.2019

Nach knapp zwei Jahrzehnten lebt im Zoo in der Wingst wieder ein Schwein.

Im Gegensatz zu den Hängebauchschweinen von damals ist Jungkeiler "Baboy" aber kein Hausschwein, sondern eine Wildschweinart von den Philippinen. Er ist ein Visayas-Mähnenschwein und wiegt mit seinen 2 Jahren lediglich 35 kg. Als künftiger Zuchtkeiler wird er noch etwas zulegen, dann bis 50 kg schwer, und die namengebende Mähne im Nackenbereich ausbilden. 
Das Zuchtprogramm für diese vom Aussterben bedrohte Art sieht für ihn zwei Damen vor. Eine soll im Juni aus Budapest kommen, eine weiter im Herbst aus Belgien. Selbst wurde Baboy 2017 im englischen Bristol geboren. Zusammen mit seinen beiden gleichaltrigen Brüdern reiste er im März noch vor dem ursprünglichen Brexit-Termin in den Münchner Tierpark Hellabrunn, die eine reine Männergruppe halten. Mittlerweile ist Baboy in der Wingst angekommen und hat sich gut eingelebt. Zoomitarbeiter haben dazu die nach dem Umzug des weißen Tigers frei gewordene Anlage, ergänzt um ein nebenan leer stehendes Gehege, in Eigenarbeit umgestaltet. Der Tigerteich ist dazu eine Schlammsuhle geworden. Der erste Flamingoteich aus den 70ern ist jetzt zu Unterstand und Ruheplatz geworden. In diesen hat sich Baboy sofort eingenistet und fleißig Nistmaterial, wie Efeu und Wurzelwerk zusammengetragen. Die Nächte verbringt er lieber dort als im beheizten Innengehege. 
Die Materialkosten für den Umbau und des Schweinetransportes übernahm dankenswerter Weise der Förderverein Zoo in der Wingst e.V..
Neben den Prinz-Alfred-Hirschen sind die Visayas-Mähnenschweine die zweite philippinische und stark bedrohte Art im Wingster Zoo. In der Heimat sind sie durch Lebensraumzerstörung sowie durch die Hybridisierung mit im Freien gehaltenen Hausschweinen bedroht. Auf drei von sechs Heimatinseln sind sie bereits ausgestorben.

Seltener Nachwuchs

02.04.2019

Erstes Kalb bei den Prinz-Alfred-Hirschen

Der Zoo in der Wingst freut sich über ein weibliches Kälbchen bei den Prinz-Alfred-Hirschen. Es ist das erste Jungtier dieser Hirschart, welches im Zoo aufwächst. Seit 2015 leben einige Weibchen im Zoo, ein Hirsch erst seit Sommer 2017. Diese Art ist auf den Philippinen beheimatet und durch den Lebensraumverlust stark vom Aussterben bedroht. Nur etwa 150 gehaltene Tiere werden weltweit im Zuchtbuch geführt, darunter 50 in zwei philippinischen Zuchtstationen.

5 kleine Polarfuchs-Racker

28.06.2018

Am 19. Mai wurden erstmalig Polarfüchse in unserem Zoo geboren. Doch wie andere Hundeverwandte auch, lagen sie zuerst nackt und blind im Bau und werden von der Mutter mit Milch versorgt. Ab und an konnten Tierpfleger ein Piepen aus dem Bau vernehmen. In den letzten Tagen kommen sie aber zunehmend morgens und nachmittags zur Fütterung heraus und versuchen sich lutschend und knabbernd am Futter.

Die drei erwachsenen Tiere, darunter auch Mutter Tilda, sind schon durchgehaart. Nur wenige Stichelhaare in ihrem kurzen, dunklen Sommerfell erinnern an den hellen, langen und dichten Winterpelz.

Löwe Leo brüllt nicht mehr...

21.02.2018

Voller Stolz und mit majestätischer Würde lag der 11jährige Löwenkater Leo am liebsten auf seiner erhöhten Plattform, von wo er einen genauen Blick auf die Besucher und das Geschehen im Zoo in der Wingst hatte, - stets flankiert von seinen beiden Weibchen Azana und Kibibi. Sein Brüllen war weit in die Wingst hörbar, manchmal sogar quer durch den Wald bis zum Camping-Platz. Nun hieß für das Team des Zoos in der Wingst und den beiden Löwen-Damen Abschied nehmen vom König der Wingster Tiere. Nach langer Krankheit ist Leo am Dienstag leider verstorben.

In den letzten 1,5 Jahren war Leo immer wieder aufgrund gesundheitlicher Probleme in Behandlung. Mehrfach musste er in Narkose gelegt werden und zeitweise tagsüber getrennt von seinen Mädels alleine im Stall verweilen. Von einer großen OP im vergangenen Jahr, bei der Leo ein Tumor an der linken Hüfte entfernt wurde, erholte er sich zunächst gut und konnte nochmal einen Sommer genießen. Dennoch stellte er in den letzten Monaten immer wieder das Fressen ein und verlor mehr und mehr von seinem einst stattlichen Gewicht. Nach dem Auffinden zusätzlicher, inoperabler Metastasen in Leos Körper hat sich das Zooteam schweren Herzens dazu entschieden, Leo weiteres Leiden zu ersparen.

Nicht nur bei Azana und Kibibi sowie den Zoomitarbeitern wird er eine große Lücke hinterlassen. Auch viele Zoobesucher hatten den Löwenkater mit seiner äußerst prächtigen Mähne fest in ihr Herz geschlossen. Sein Brüllen in der Wingst ist verhallt.

Leo kam im April 2006 im Zoo Rostock & Darwineum zur Welt. Seit Juli 2007 lebte er zusammen mit seiner Schwester Azana in der Wingst. 2009 komplettierte die 2008 im Zoo Osnabrück geborene Kibibi das kleine Wingster Löwenrudel. Nachwuchs gab es keinen, da stets verhütet wurde. Die beiden Weibchen bewohnen nun allein das Wingster Löwengehege.

Affenkind Maggie wird von Tierpfleger Michi umsorgt

 

14.02.2018

Die kleine Maggie ist das einzige Schopfmangabenjungtier in Deutschland. Sie kam am 22.11.2017 im Wingster Zoo als Tochter von Mutter Lisa und Vater Fito zur Welt. Als sie allerdings am 13.12.2017 unterkühlt im Gehege lag, mußte das Zooteam handeln. Nach einer Behandlung nahm Tierpfleger Michael Geyer sie auf und ist seitdem Ziehvater. Alle 3 Std. ein kleines Milchfläschchen (auch nachts) sowie regelmäßiges Windeln gehören dazu. Maggie schläft mit ihm Bett und tagsüber regelmäßig unterm Pullover, denn Affen tragen ihre Jungtiere rund um die Uhr.
Mittlerweile ist Maggie aus dem Gröbsten raus und frißt schon einen kleinen Teil der Tagesration als gekochtes Gemüse. Ebenso stehen regelmäßige Familienbesuche an, um die Integration in die Familie vorzubereiten. Insbesondere Halbbruder Motte ist sehr an dem kleinen Energiebündel interessiert.