Zootier des Jahres

 

Das Zootier des Jahres 2021 ist das Krokodil. Genau 118 Krokodile lebten früher in der Wingst. Vor allem in den 1970er wurden im damaligen Baby-Zoo etliche junge Krokodile verschiedener Arten gehalten, darunter viele Alligatoren, Nil- sowie Spitzkrokodile, verschiedene Kaimane und sogar drei Exemplare der seltenen Sunda-Gaviale. Zuletzt verblieb nur ein einzelner Hechtalligator, der im Bereich der Tropenhäuser sogar ein Außengehege hatte. Am 1. September 1988 ging das Tier an den Ruhr-Zoo Gelsenkirchen. Seitdem gibt es in der Wingst keine Krokodile mehr. Krokodile sind Nützlinge und die meisten Arten sind in ihrem Bestand bedroht. 

Der Gibbon war 2019 das Zootier des Jahres. Unter diesem Arbeitstitel widmen sich deutsche Zoos jährlich einer meist eher unbekannteren Tierart, die stark vom Aussterben bedroht ist. Die Weißhandgibbons sind in der Wingst eine präsente Tierart und in dem in Neugestaltung befindlichen Zooabschnitt "Bambuswald" ein Herzstück. Vor diesem Hintergrund ist der Förderverein des Zoo in der Wingst Förderer des Zootier des Jahres 2019 geworden. Gemeinsam Führten Zoo und Förderverein einen Aktionstag "Tag der Affen" am 01.09.2019 durch, bei dem die Gibbons in den Vordergrund gestellt wurden.

Zootier des Jahres 2019 - GIBBON

Zootier des Jahres 2021 - KROKODIL

 

 

Blühpflanzen für die Insektenvielfalt - Eh da-Flächen


Bereits 2017 wurden auf einige Randstreifen am Zoo-Parkplatz im Rahmen des Wingster Eh da-Konzeptes Pflanzensaaten für eine höhere Insektenvielfalt ausgebracht. Angrenzend an den 2019 umgestalteten Eingangsbereich wurde im Mai 2019 eine große Fläche ebenfalls für Insekten, insbesondere Wildbienen und Schmetterlinge hergerichtet und eingesät. Hier ist für 2020 ein Insekten-Erlebnis-Weg geplant.

Zuchtprogramme zum Erhalt bedrohter Tierarten


Der Zoo in der Wingst hält einige vom Aussterben bedrohte Tierarten und beteiligt sich an den Zuchtprogrammen. So werden Beiträge zu den Reservepopulationen und zum Erhalt der Tierarten geleistet.

Als Beispiele seien hier die hoch bedrohten Prinz-Alfred-Hirsche und Visayas-Mähnenschweine genannt.

Seit 2017 leben im Zoo Edwardsfasanen. Diese aus Vietnam stammende Art wurde seit ca. 20 Jahren nicht mehr im Freiland beobachtet. Expeditionen auf ihrer Suche blieben erfolglos. In Menschenhand werden fast 1000 Individuen gehalten, sowohl von zoologischen Einrichtungen als auch von engagierten Fasanenzüchtern.

 

 

ZIMS - Die international vernetzte Tierdatenbank

 

Über 1200 Zoologische Einrichtungen weltweit sind Mitglied von Species 360, dem Betreiber vom Zoological Information Management System (ZIMS), einer international vernetzten Tierdatenbank.

In ZIMS können die Tierbestände der Partner-Zoos in Echtzeit gemanagt werden. Darin sind Grunddaten, wie Geburtsdatum, individuelle Merkmale, Kennzeichnungen und der Stammbaum vermerkt, aber auch viele Notizen zur Pflege, dem Zustand, der Fortpflanzung u.ä. möglich. Dies fördert die Qualität der existierenden Zuchtbücher und - programme erheblich und dient somit dem Erhalt v.a. der bedrohten Populationen. Aber auch die anderen gehaltenen Arten profitieren davon. Mittlerweile können Zoos in ZIMS auch die Krankenakten der Tiere verwalten, welche bei einem Transfer in einen anderen Zoo zur kompletten Einsichtnahme freigeschaltet werden können. Die medizinische Historie gibt dem behandelnden Tierarzt im neuen Zoo oftmals sehr wichtige Informationen, die Einfluss auf künftige Behandlungen und die Gesundheit der Tiere haben können.

Seit 2016 verwaltet auch der Zoo in der Wingst seinen kompletten Tierbestand inkl. der Krankenakten in ZIMS. In diesem modernen Tiermanagement stehen wir mit den großen Zoos der Welt auf Augenhöhe.